23 Feb
Spitzenspiel mit Herzschlagfinale: TV Mesum unterliegt knapp mit 2:3 gegen 1. VC

23 Mär
VB Damen 1
TV Mesum sichert sich mit souveränem 3:0-Sieg die Meisterschaft und den Oberliga-Aufstieg
Gievenbeck. Was für ein Tag, was für eine Saison, was für eine Geschichte: Der TV Mesum hat es geschafft. Mit einem überzeugenden 3:0-Erfolg (25:21, 25:15, 25:20) bei der SG TSC Gievenbeck krönte sich die Damenmannschaft nicht nur zum Meister, sondern sicherte sich gleichzeitig erstmals in der Vereinsgeschichte bei den Frauen den Aufstieg in die Oberliga – die fünfthöchste Spielklasse im deutschen Volleyball.
Es ist der verdiente Lohn für eine nahezu perfekte Saison und für Jahre harter Arbeit, in denen das Team immer wieder Rückschläge einstecken musste. Zwei Jahre in Folge scheiterte Mesum zuvor denkbar knapp in der Relegation. Dieses Mal ließ die Mannschaft keinen Zweifel mehr aufkommen – und belohnte sich mit dem direkten Aufstieg.
Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag war klar: Ein Sieg musste her. Während für die Gastgeberinnen aus Gievenbeck tabellarisch nichts mehr auf dem Spiel stand, ging es für Mesum um alles. Entsprechend groß war der Druck – doch das Team wurde von einer beeindruckenden Kulisse getragen. Zahlreiche Fans hatten sich auf den Weg gemacht und verwandelten die Mosaikhalle in einen Hexenkessel. Lautstark, leidenschaftlich und unermüdlich unterstützten sie ihre Mannschaft – fast wie bei einem Heimspiel.
Diese Unterstützung war gerade zu Beginn von unschätzbarem Wert, denn Mesum startete etwas nervös in die Partie. Beide Teams tasteten sich zunächst ab, es fehlte noch an Tempo und Entschlossenheit. Doch mit zunehmender Spieldauer fand Mesum immer besser in seinen Rhythmus.
Vor allem über die Außen- und Diagonalposition setzte Mesum erste Akzente. Leonie Sandfort, Steffi Sickmann und Susen Exler übernahmen Verantwortung im Angriff und sorgten für wichtige Punkte. Gleichzeitig streute Zuspielerin Kaja Wagner ihr Spiel klug und variantenreich, sodass sich die Angriffe gut verteilten.
Trainer Michael Bröker setzte zudem auf den bekannten Doppelwechsel, um frische Impulse zu bringen und das Tempo hochzuhalten. Dennoch blieb Gievenbeck lange ein ebenbürtiger Gegner. Mit stabiler Annahme und effektiven Angriffen über die Mittelposition brachten sie die Mesumer Abwehr immer wieder ins Wanken.
Der erste Satz entwickelte sich zu einem echten Schlagabtausch auf Augenhöhe. Doch in der entscheidenden Phase zeigte Mesum die größere Nervenstärke. Mit wachsendem Selbstbewusstsein und konsequenter Chancenverwertung sicherte sich das Team den Durchgang mit 25:21 – ein erster wichtiger Schritt in Richtung Meisterschaft.
Mit dem gewonnenen Satz im Rücken spielte Mesum im zweiten Durchgang deutlich befreiter auf. Gleichzeitig schlichen sich bei Gievenbeck mehr und mehr Fehler ein – vor allem im Aufschlag und in der Angriffsausführung.
Mesum nutzte diese Phase eiskalt aus. Besonders Pia Wulle setzte mit einer starken Aufschlagserie ein Ausrufezeichen und brachte ihr Team früh deutlich in Führung. Die Offensive blieb weiterhin druckvoll: Cia Robben und Annika Jakobs punkteten mutig, während Teresa Kemper und Lotta Reker am Netz mit starker Blockarbeit überzeugten.
Gievenbeck fand in dieser Phase kein Mittel, um dem Druck standzuhalten. Mesum dominierte das Spielgeschehen klar und ließ keinen Zweifel aufkommen, wer dieses Spiel gewinnen wollte. Mit einem deutlichen 25:15 ging auch der zweite Satz an die Gäste.
Beim Stand von 2:0 war der Traum zum Greifen nah. Doch gerade solche Situationen bergen ihre eigenen Herausforderungen. Mesum blieb jedoch fokussiert und startete stark in den dritten Satz. Früh setzte sich das Team mit vier Punkten ab und unterstrich seine Entschlossenheit.
Ein Schlüssel zum Erfolg war einmal mehr die überragende Arbeit in der Annahme und Abwehr. Die Liberas Maja Exler und Nele Helming zeigten eine herausragende Leistung, hielten die Bälle konstant im Spiel und legten damit die Grundlage für den Spielaufbau.
Zwar gelang es Gievenbeck zwischenzeitlich, den Rückstand zu verkürzen, doch Mesum bewahrte die Ruhe. Keine Hektik, keine unnötigen Fehler – stattdessen kontrolliertes und konzentriertes Spiel. Besonders bemerkenswert war die mannschaftliche Geschlossenheit: Jede eingewechselte Spielerin fügte sich nahtlos ein.
Mara Winter setzte über die Mitte wichtige Akzente, während Mesum mit variablen Angriffskombinationen den gegnerischen Block immer wieder vor unlösbare Aufgaben stellte. In der entscheidenden Phase brachte das Trainerteam mit Marile Jakobs (Diagonal) und Sophia Lammers (Außen) frische Kräfte, die sofort Wirkung zeigten.
Beim Stand von 24:20 war es schließlich so weit: Matchball für Mesum. Kaja Wagner übernahm Verantwortung und brachte einen druckvollen, präzise platzierten Aufschlag ins Feld. Gievenbeck konnte den Ball nur noch über die Außenposition zurückspielen – der Angriff landete schließlich im Aus. Mit diesem letzten Punkt brachen alle Dämme.
Spielerinnen und Trainer stürmten das Feld, lagen sich in den Armen und feierten ausgelassen diesen historischen Moment. Die Freude war grenzenlos, die Erleichterung spürbar. Auch das Trainerteam um Michael Bröker, Tonja Ibenthal und Sam Alsaqer zeigte sich sichtlich bewegt.
Der Meistertitel ist das Ergebnis einer außergewöhnlichen Saison. In 18 Spielen musste Mesum lediglich zwei Niederlagen hinnehmen – beide denkbar knapp im Tiebreak mit 2:3. Das bedeutet: Aus jedem einzelnen Spiel nahm das Team Punkte mit – ein beeindruckender Beleg für Konstanz, Qualität und Mentalität.
Diese Mannschaft hat nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch als Einheit funktioniert. Teamgeist, Einsatzbereitschaft und der unbedingte Wille, das große Ziel zu erreichen, waren in jeder Phase der Saison spürbar.
Die Feierlichkeiten nach dem Spiel dauerten bis tief in die Nacht – ein würdiger Abschluss einer historischen Spielzeit. Doch viel Zeit zum Ausruhen bleibt nicht: Am 25. April steht noch das Pokalhalbfinale an. Nach diesem Erfolg kann Mesum dieser Aufgabe jedoch mit Gelassenheit entgegensehen.
Die größte Herausforderung wartet ohnehin in der kommenden Saison: die Oberliga. Doch eines hat dieser Abend eindrucksvoll gezeigt – der TV Mesum ist bereit, auch dieses Kapitel mit Leidenschaft und Qualität anzugehen.
17 Feb
Starker 3:1-Heimsieg gegen Delbrück vor Gipfeltreffen in Minden