19 Okt
Historischer Erfolg für den TV Mesum: Erster Oberliga-Sieg der Vereinsgeschichte
Mesumer Volleyballerinnen belohnen sich mit einem souveränen 3:0-Erfolg gegen den SSV Meschede – nach drei Spielen steht das Team auf dem sechsten Tabellenplatz.
25 Okt
VB Damen 1
Spannung bis zum letzten Ballwechsel, starke Phasen auf beiden Seiten und eine lautstarke Unterstützung von den Rängen: Die Volleyballerinnen des TV Mesum haben sich in der Oberliga mit dem SC Halle einen packenden Schlagabtausch geliefert. Nach fünf umkämpften Sätzen mussten sich die Mesumerinnen vor heimischem Publikum knapp mit 2:3 (25:14, 19:25, 25:21, 13:25, 13:15) geschlagen geben. Auch wenn der erhoffte Heimsieg ausblieb, sicherte sich der TVM einen wichtigen Punkt für die Tabelle und behauptet damit weiterhin den sechsten Platz.
Dass die Begegnung kein Selbstläufer werden würde, war bereits im Vorfeld klar. Zwar reiste der SC Halle als Tabellenletzter an, doch diese Platzierung war nur bedingt aussagekräftig: Aufgrund einer Ordnungsstrafe war die Mannschaft mit drei Minuspunkten in die Saison gestartet. Zudem waren Duelle zwischen Mesum und Halle bereits aus der vergangenen Spielzeit als intensive und hart umkämpfte Begegnungen bekannt. Das letzte Aufeinandertreffen in der Saison 2024/25 hatte ebenfalls erst im Tiebreak seine Entscheidung gefunden – damals allerdings mit dem besseren Ende für den TV Mesum, der sich mit 3:2 durchsetzen konnte.
Die personellen Voraussetzungen waren für die Gastgeberinnen diesmal nicht ganz optimal. Teresa Ahmann, Steffi Sickmann und Leonie Sandfort standen aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung. Darüber hinaus gingen einige Spielerinnen gesundheitlich angeschlagen in die Partie. Umso wichtiger war es, von Beginn an konzentriert aufzutreten und als Mannschaft die eigenen Stärken auf das Feld zu bringen. Dass dies zunächst hervorragend gelang, zeigte bereits der erste Satz.
Die Mesumerinnen ließen sich von den personellen Ausfällen und den angeschlagenen Spielerinnen zunächst überhaupt nicht beeindrucken. Im Gegenteil: Mit viel Energie, hoher Konzentration und druckvollen Aufschlägen erwischte der TVM einen nahezu perfekten Start in die Begegnung.
Vor allem Sophia Lammers setzte die gegnerische Annahme mit ihren starken Aufschlägen früh unter Druck. Mesum erspielte sich dadurch schnell eine deutliche 8:2-Führung und zwang den SC Halle dazu, sich bereits früh auf das Spiel der Gastgeberinnen einzustellen.
Auch im weiteren Verlauf funktionierte das Zusammenspiel der Mesumerinnen hervorragend. Die Annahme von Maja Exler kam präzise zur Zuspielerin Kaja Wagner, die ihre Angreiferinnen gekonnt in Szene setzte. Über die Mitte fand Mara Winter immer wieder passende Lösungen, während Marile Jakobs über die Diagonalposition erfolgreich punktete.
Besonders bemerkenswert war dabei, wie variabel Mesum gegen den großen gegnerischen Block agierte. Statt sich von der körperlichen Präsenz am Netz einschüchtern zu lassen, fanden die Gastgeberinnen immer wieder clevere Lösungen. Marile Jakobs zeigte dabei ein gutes Gespür für die Situation und spielte wiederholt geschickt mit den Händen des gegnerischen Blocks, sodass der Ball für Halle nur schwer zu kontrollieren war.
Auch die Wechselmöglichkeiten fügten sich nahtlos in das Spielgeschehen ein. Mit Marilena Pentaraki über die Diagonalposition und Pia Lange im Zuspiel brachte der Doppelwechsel frische Impulse, ohne dass der Spielfluss darunter litt. Mesum blieb druckvoll, konzentriert und variabel.
So entwickelte sich der erste Satz zu einer klaren Angelegenheit für die Gastgeberinnen. Mit 25:14 sicherte sich der TV Mesum den Auftaktsatz und setzte damit ein deutliches Zeichen.
Im zweiten Durchgang zeigte der SC Halle jedoch, warum die Tabellenplatzierung allein wenig über die tatsächliche Spielstärke einer Mannschaft aussagt. Die Gäste steigerten sich deutlich, agierten im Aufschlag sicherer und machten insgesamt weniger Fehler. Dadurch geriet die Mesumer Annahme zunehmend unter Druck.
Während der TVM im ersten Satz noch nahezu nach Belieben sein Angriffsspiel aufbauen konnte, fehlte nun häufiger die nötige Präzision im ersten Ballkontakt. Die Zuspiele wurden schwieriger, die Angriffe dadurch ausrechenbarer und Halle bekam mehr Möglichkeiten, sich auf die Mesumer Offensivaktionen einzustellen.
Die Gastgeberinnen gerieten in Rückstand und liefen zwischenzeitlich einem Abstand von sechs Punkten hinterher. Dennoch gab sich die Mannschaft nicht auf. Mit einer starken Blockarbeit von Lotta Reker und klugen Angriffslösungen von Cia Robben kämpfte sich Mesum wieder heran. Der Rückstand schrumpfte auf zwei Punkte, und plötzlich war der Satz wieder offen.
Doch in der entscheidenden Phase gelang es den Mesumerinnen nicht mehr, das Spiel vollständig zu drehen. Halle behielt die nötige Ruhe und brachte den Vorsprung ins Ziel. Mit 19:25 ging der zweite Satz an die Gäste, die damit zum 1:1 nach Sätzen ausglichen.
Der Satzverlust hinterließ bei den Gastgeberinnen zunächst keine größeren Spuren. Im dritten Durchgang präsentierte sich Mesum wieder deutlich entschlossener und fand zu mehr Stabilität im eigenen Spiel zurück.
Die Mannschaft startete konzentriert und setzte sich früh ab. Eine zwischenzeitliche 12:7-Führung verschaffte den Mesumerinnen eine gute Ausgangslage. Anders als in Teilen des zweiten Satzes entwickelte sich nun wieder ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams um jeden Ball kämpften.
Die Ballwechsel wurden länger und intensiver. In der Abwehr zeigte Nele Helming großen Einsatz und holte zahlreiche Bälle zurück ins Spiel.
Auch am Netz fand der TVM die passenden Antworten. Annika Jakobs und Susen Exler setzten die gegnerische Abwehr mit ihren Angriffen unter Druck und fanden immer wieder Lösungen, um den SC Halle vor neue Aufgaben zu stellen.
In der Schlussphase kam es schließlich auf die entscheidenden Aktionen an. Pia Lange übernahm Verantwortung und setzte mit zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden starken Aufschlägen wichtige Akzente. Halle geriet dadurch unter Druck, während Mesum die Chance konsequent nutzte.
Mit 25:21 entschieden die Gastgeberinnen den dritten Satz für sich. Damit war ihnen bereits mindestens ein Punkt für die Tabelle sicher – unabhängig davon, wie die Begegnung im weiteren Verlauf ausgehen würde.
Nach der erneuten Führung schien für Mesum zunächst alles möglich. Die Mannschaft hatte bereits zwei Sätze gewonnen, den Gegner phasenweise deutlich kontrolliert und sich auch nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich wieder zurückgekämpft. Umso überraschender war der Verlauf des vierten Durchgangs.
Plötzlich wollte auf Seiten der Gastgeberinnen kaum noch etwas zusammenlaufen. Was genau den Einbruch auslöste, ließ sich während der Partie nur schwer erklären. Die zuvor gezeigte Sicherheit ging verloren, die Fehlerquote stieg deutlich an und im Angriff fehlte zunehmend der nötige Druck, um die gegnerische Abwehr ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
Halle nutzte diese Phase konsequent aus. Die Gäste mussten weniger Risiko eingehen, konnten ihrerseits Sicherheit gewinnen und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus. Für Mesum wurde es immer schwieriger, in den eigenen Rhythmus zurückzufinden.
Während die ersten drei Sätze von wechselnden Spielphasen und intensiven Ballwechseln geprägt gewesen waren, entwickelte sich der vierte Satz zu einer einseitigen Angelegenheit. Der TVM fand keine nachhaltige Antwort auf den Lauf der Gäste und musste den Durchgang deutlich mit 13:25 abgeben.
Damit war die Begegnung wieder ausgeglichen. Nach einem überzeugenden ersten Satz, einem umkämpften zweiten, einem starken dritten und einem enttäuschenden vierten Durchgang musste nun der Tiebreak die Entscheidung bringen.
Der entscheidende fünfte Satz begann für Mesum zunächst ähnlich wie der vorherige Durchgang geendet hatte. Zu viele Eigenfehler und die fehlende Durchschlagskraft im Angriff erschwerten es den Gastgeberinnen, von Beginn an den nötigen Druck aufzubauen. Halle nutzte die Unsicherheiten und verschaffte sich zunächst Vorteile.
Doch die Mesumerinnen hatten sich noch lange nicht aufgegeben. Angetrieben von der großartigen Stimmung in der heimischen Halle kämpfte sich die Mannschaft Schritt für Schritt zurück in die Partie. Die Fans unterstützten ihr Team lautstark und sorgten dafür, dass die Gastgeberinnen auch in schwierigen Momenten weiter an ihre Chance glaubten.
Mit zunehmender Dauer wurde der Rückstand kleiner. Mesum fand wieder besser ins Spiel und kam Punkt für Punkt näher an die Gäste heran. Die Begegnung entwickelte sich erneut zu einem echten Krimi, in dem jede Aktion entscheidend sein konnte.
Zusätzliche Spannung brachte eine rote Karte gegen den Trainer des SC Halle. Mesum nutzte die Situation, um weiter Druck aufzubauen und den Rückstand auf nur noch einen Punkt zu verkürzen. Damit war die Entscheidung wieder völlig offen, und die Hoffnung auf eine Wiederholung des 3:2-Erfolgs aus der vergangenen Saison lebte bis in die Schlussphase hinein.
Am Ende fehlte jedoch das letzte Quäntchen Glück. Trotz der beeindruckenden Aufholjagd gelang es den Gastgeberinnen nicht mehr, das Spiel vollständig zu drehen. Halle behielt knapp die Oberhand und entschied den Tiebreak mit 15:13 für sich.
Nach insgesamt fünf Sätzen stand damit eine bittere, aber keineswegs wertlose 2:3-Niederlage für den TV Mesum fest.
Auch wenn die Enttäuschung über die knappe Niederlage zunächst überwiegen dürfte, kann der TV Mesum aus der Begegnung durchaus positive Erkenntnisse mitnehmen. Insbesondere der erste und dritte Satz zeigten, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Mit druckvollen Aufschlägen, einer stabilen Annahme, variablen Angriffen und großem Einsatz in der Abwehr konnten die Mesumerinnen den SC Halle phasenweise vor erhebliche Probleme stellen.
Viel Zeit, die Partie aufzuarbeiten, bleibt den Mesumerinnen allerdings nicht. Bereits am kommenden Samstag steht das nächste Heimspiel an. Um 18 Uhr empfängt der TV Mesum in der AvH-Halle den TB Höntrop, der bislang ungeschlagen durch die Saison gekommen ist.
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